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“Du bist, was du isst”, diese Erkenntnis bestätigt, dass eine ungesunde Ernährung in den westlichen Ländern, die Ursache für viele Krankheiten ist.


Seit sich die Wissenschaft mit diesem Thema beschäftigt, ist die Bevölkerung aufgerufen, auf eine gesunde ausgewogene Ernährung zu achten. Allerdings ist es nicht einfach, genau zu definieren, welche Ernährungsweise gesund ist. Die Entdeckung der Bedeutung der Vitamine war ein erster Durchbruch zum Verständnis der wesentlichen Naturbestandteile. Man glaubte, dass eine ausreichende Vitaminversorgung in Verbindung mit einer großen Menge an Proteinen, die richtige Ernährung sei. Doch weitere Forschung ergaben, dass das Thema Ernährung komplizierter ist, als Ernährungswissenschaftler angenommen hatten.


Text + Fotos: Gudrun Steinmill-Hommel

Mittlerweile sind Nahrungsmittel, denen man früher bedenkenlos gegenüber stand zur einer heiklen Angelegenheit geworden. Im Gegensatz dazu erkennt man, dass die früher verpönten vegetarischen Kostarten ausgesprochen gesund sind. Denn inzwischen ist erwiesen, dass proteinreiche Kost in Verbindung mit gesättigten Fetten zu Herz-und Kreislauferkrankung u.a. führt, anstatt den Körper gesund zu ernähren. Die meisten Schulmediziner geben heute zu, dass es der Gesundheit viel zuträglicher ist, wenn man auf diese Kost weitgehend verzichtet und stattdessen mehr Nahrungsmittel zu sich nimmt, die ungesättigte Fettsäuren enthalten.

Obst und Gemüse sind genauso nahrhaft und beugen Darmerkrankungen vor. Die klinischen Ökologen haben herausgefunden, dass die individuell verschiedenen Nahrungsmittelallergien die Vorläufer vieler Erkrankungen, wie Arthritis oder Migräne sind. In Fällen, in denen ein direkter Zusammenhang zwischen Erkrankung und Ernährung festgestellt wurde, ist ihrer Meinung nach, eine Kostumstellung die beste Medizin mit den größten Heilerfolgen. Molkereiprodukte und Weizen gehören zu den Nahrungsmittel, die am häufigsten Allergien hervorrufen. Doch inzwischen hat man festgestellt, dass es ganz individuelle Allergien auf ganz unterschiedliche Stoffe gibt.

Alle langlebigen Kulturen wie die Todas in Ostindien oder die Indianer in Yucatan ernährten sich mit einer kalorienarmen Kost, die hauptsächlich aus frischen und rohen Nahrungsmittel bestand. Zu Erhaltung der Gesundheit und Lebenskraft des Körpers eignet sich eine rohkostreiche Ernährung am besten. Wenn die Nahrung zu 75 % aus Rohkost besteht, wird der Degenerierungsprozeß bei langer Krankheit aufgehalten. Darüber hinaus verzögert sich der Alterungsprozeß und die Vitalität steigert sich enorm. Es gibt ausreichend Beweise dafür, dass es klug ist, eine solche Ernährungsweise zu befolgen, sei es, um gesund zu werden oder zu bleiben.

Vegetarier ernähren sich hauptsächlich von pflanzlichen Produkten. Daneben gibt es die lactovegetabile Ernährung, bei der Milchprodukte und Eier erlaubt sind. Der Vegetarismus stützt sich auf logische Prinzipchen, ein Argument ist, dass man viel weniger Anbaufläche braucht, wenn man sich von Pflanzen ernährt, denn zur Aufzucht von Vieh braucht man eine enorme landschaftliche Nutzfläche für Futterpflanzen. In Deutschland ist die Fläche, auf der Viehfutter angebaut wird, größer als die Fläche der Felder, auf den Pflanzen für die menschliche Ernährung wachsen. Daher dient der Vegetarismus nicht nur einer viel ökonomischeren Nutzung der Anbauflächen, sondern schafft darüber hinaus die Möglichkeit, viel mehr Land im natürlichen Zustand zu belassen. Es gibt dann weniger Kulturflächen und wieder mehr Natur, was sehr im Sinne des Naturschutzes ist.

Ein weiterer Grundgedanke des Vegetarismus ist, daß die pflanzliche Ernährung gesünder ist. Heute ist bereits wissenschaftlich erwiesen, dass der Verzehr von Fleisch und tierischen Fetten, für viele Krankheiten verantwortlich ist, angefangen bei Rheuma und Gicht, bis hin zu Herzkrankheiten und Stoffwechselstörungen. Die pflanzliche Vollwertkost enthält im Gegensatz dazu viel mehr Vitamine, weil Rohkost viele Ballaststoffe enthält, die für eine gesunde Verdauung sorgen. Ein anderer positiver Aspekt ist, dass durch den Verzicht auf Fleisch, das Töten von Tieren unnötig wird. Damit trägt der Vegetarismus dazu bei, der Tierquälerei ein Ende zu machen, die bei der Aufzucht beginnt, wie Käfighaltung in Hühnerfarmen und jede Art von Massenhaltung, die im Schlachthof endet.

Die Bevölkerung in den Industrienationen ist heutzutage viel reicher als noch vor hundert Jahren und gibt wesentlich mehr Geld für Nahrungsmittel aus. Dennoch sind viele Menschen immer noch schlecht ernährt. Das liegt daran, dass die meisten Menschen Unmengen von chemisch aufbereiteten Nahrungsmittel konsumieren, die keinen Nährwert mehr haben. Der Konsum von Weißmehl und raffiniertem Zucker liegt weit über dem von frischem Gemüse, Getreide und Vollwertprodukten.

Bis vor kurzen wurde eine gesunde vollwertige Ernährungsweise noch belächelt, doch mittlerweile ist eindeutig bewiesen, dass Vollwertkost bei weitem gesünder ist und vor vielen Krankheiten bewahrt. Inzwischen gibt es Vollwertprodukte, nicht nur in Naturkostläden, sondern auch in ganz normalen Lebensmittelgeschäften oder Discounter. Trotz der großen Nachfrage, einer wachsenden Zahl von ernährungsbewußten Menschen, hängt die Lebensmittelindustrie den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen noch stark hinterher. So wäre es für die Zukunft wünschenswert, darauf zu achten, was das Wort Lebensmittel beinhaltet, „Mittel zum Leben, und nicht zum Krankmachen, sollten wir essen, um gesund zu bleiben oder zu werden.“
Text und Fotos: Gudrun Steinmill-Hommel

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