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Erst hieß sie Nana, aus Nana wurde später Ananas – “Die Enzymbombe” von Gudrun Steinmill-Hommel…

Kolumbus war nicht nur der Entdecker Amerikas, er entdeckte 1493, auf den Westindischen Inseln, auch eine köstliche Frucht, ihr Ursprung liegt im tropischen Südamerika, wo sie einst als kleine Wildpflanze zu finden war. Die Frucht, aus der die Eingeborenen Amerikas den größten medizinischen Nutzen ziehen.


Text + Fotos: Gudrun Steinmill-Hommel

Schon seit Jahrhunderten wird sie von den Indianern kultiviert und gilt dort als wertvolle Heilpflanze, wie eine Königin wird sie mit einem rauschenden Fest umfeiert. Es wird getanzt und gesungen und zu Ananasfrüchten Maniokbier getrunken. Im alten Mexiko war das Ananaskeltern so beliebt, dass eine ganze Region als Ananasweinland bekannt wurde…….

Deutsche essen im Jahresdurchschnitt pro Kopf nur 200 Gramm frische Ananas, Schweizer und Franzosen dagegen, angesichts der gesundheitlichen Vorzüge, dreimal so viel. Zur Krankheitsprophylaxe und Stärkung des Immunsystems sollte man sie fast jeden Tag auf dem Speiseplan haben. Denn die Ananas ist wie andere exotische Früchte eine richtige Enzymbombe, ihre positive Wirkung als Mittel zur Entschlackung und Darmentgiftung, wird von keiner anderen Obstsorte übertroffen.

In ganz Lateinamerika ist die Ananas noch heute als Kräftigungsmittel bekannt; außerdem wird sie traditionell bei Erkältungskrankheiten, wie Fieber und Husten, Entzündungen, Wunden, Menstruation- und Wechseljahrsbeschwerden, Venenerkrankungen, Verstopfungen und Geschwüren angewendet. Die moderne Forschung bestätigt heute dieses breite Anwendungsspektrum der Ananas, in der Naturheilkunde eroberte sie sich vor allem wegen ihres Vitalstoff- und Enzymreichtums, einen dominanten Platz.

Die Eingeborenen auf Guadeloupe boten Kolumbus und seiner Besatzung die duftende Köstlichkeit als Willkommensgruß an. Er brachte einige Früchte nach Europa und übergab sie König Ferdinand, der sie nach anfänglichem Zögern begeistert zur leckersten Frucht der Welt erklärte. Allerdings ist die Ananas in Dosen, vom gesundheitlichen Standpunkt, fast wertlos, weil Enzyme und Vitamine durch die Konservierung zerstört werden. Als Frischfrucht ist die Sorte, Extra Sweet Pineapple, von Del Monte die begehrteste, sie hat etwa viermal so viel Vitamin C, wie andere Sorten.

“Ihre inneren Werte machen die Ananas zu einem ausgesprochen gesunden Lebens-Heilmittel, schreibt Brigitte Kranz in ihrem informativen Buch “Früchte, der gesunde Genuß”, abgesehen vom Biotin und den Vitaminen B12 und E. enthält die Ananas sämtliche Vitamine und 16 Mineralstoffe, darunter Eisen, Magnesium, Kalzium, Zink, Mangan und Jod. Außerdem hat sie viel Pro-Vitamin A bezw. Beta-Karotin, ein Antioxidans zur Abwehr freier Radikale, viel Vitamin C, fast alle Vitamine der B-Gruppe und nur 50 Kalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch“.

Für ihre gesundheitsfördernde und heilsame Wirkung ist der extrem hohe Gehalt an Bromelain, einem eiweißhaltigen Enzym, verantwortlich. Es wirkt blutreinigend und verdauungsfördernd. Bromelain senkt außerdem den Blutdruck, baut Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden ab und löst Eiweißrückstände im Darm.
Frischer Ananassaft senkt Fieber und entwässert. Neben Bromlain hemmt ein weiteres Ananasenzym, Peroxidase, das Wachstum von Tumorzellen.

Bromelain ist in vielen Enzympräparaten zu finden, die es meist rezeptfrei in Apotheken oder im Versand gibt, sie werden bei Entzündungen, Verdauungsstörungen eingesetzt. Wer zu wenig Magensäure produziert, Gewichtsprobleme oder Probleme mit der Bauchspeicheldrüse hat, unter Übersäuerung oder Verstopfung leidet, sollte vor dem Essen ein Glas frischgepreßten Ananassaft trinken oder ein Scheibe frische Frucht essen.

Frische Früchte kann man ideal trocknen und immer zwischendurch essen, das hält fit auch bei geistiger Arbeit, und ist zugleich ein leckeres gesundes Konfekt für Kinder und Erwachsene. Selbst bei depressiver Stimmung, Antriebsschwäche und Konzentrationsmangel wirkt sie günstig und heilend, durch ihren hohen Gehalt an Tryptophan und Serotonin. Außerdem liegen die gesundheitlichen Vorzüge der Ananas nicht nur in der wirksamen Therapie vieler Beschwerden, von Allergien, Heiserkeit bis Zahnfleischentzündungen, sondern auch in der Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten jeder Art, wie z.B. Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Rheuma und Krebs. Es wäre daher sehr zu empfehen, der Ananas, in bezug auf die Ernährung, einen dominanten Ehrenplatz zu geben.

Heute wird sie in allen tropischen und subtropischen Ländern der Welt angebaut, sie ist als “tropische Frucht” erstaunlich anspruchlos. Sogar als Zimmerpflanze kann man sie, ohne Probleme, heranzüchten, aus jedem Blatt kann sich eine neue Pflanze entwickeln, bei etwas Geduld trägt sie sogar nach 22 Monaten, erste Früchte, die man genießen kann.
Text u. Fotos: Gudrun Steinmill-Hommel

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