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Buchtipp – Meine Schells – von Maria Theres Kroetz Relin

Sie ist die Tochter von Filmstar Maria Schell und Regisseur Veit Relin, die Nichte von Maximilian Schell. Der Tod ihrer Mutter im April 2005 ließ sie innehalten, zurückblicken. Mit Laptop und Kamera sowie einem Zelt für Spontanübernachtungen ausgerüstet, begab sie sich auf die Suche nach ihren Vorfahren. Marie Theres Kroetz Relin stöberte in Kisten und Tagebüchern, reiste quer durch Europa, fand neue Verwandte und alte Freunde…………….

Das Ergebnis: Die Familienbiografie muss teilweise neu geschrieben werden. Warum wird über manche Begebenheiten seit Jahrzehnten geschwiegen? Woher kommen bestimmte Talente? Wer oder was hat mich geprägt, meine Entscheidungen beeinflusst? Diesen Fragen ist die Autorin auf den Grund gegangen und legt offen, was bislang über die Familie Schell nicht bekannt war. Eines ist klar: Es sind oft die Frauen, die alles zusammenhalten und um die Familie kämpfen. Zugleich ist diese unterhaltsame Reise in die Vergangenheit das Dokument einer Selbstfindung. Erschienen bei LangenMüller-Verlag 19,95 Euro – auch bei Amazon zu bestellen.

Quelle www.herbig.net

2 Kommentare

  1. Kurt




    Toller Blog, mundet mir.

  2. Iris




    Die Geschichte einer großen, weitläufigen, vielseitigen Familie hat mir aus recht unterschiedlichen Gründen sehr gut gefallen: Es wird offensichtlich nichts beschönigt im Nachhinein – eher das Gegenteil ist der Fall – die kritische Annäherung an die eigene Großfamilie zieht sich durch das gesamte Buch. Es ist keine verklärte Darstellung einzelner Familienmitglieder und ihrer Beziehungen innerhalb der „Großfamilie“. Durch die teilweise dargestellten Quellen (wie z. B. Briefwechsel) erhält man auch einen Einblick in das teilweise sehr harte und karge Familienleben im 19. Jahrhundert. Besonderer Schwerpunkt meiner Meinung nach sind die Schilderungen der oft ganz unterschiedlichen Leben der Frauen in diesen Familien und damit verbunden ihre persönlichen Talente und Begabungen, sowie ihre unterschiedlichen Lebensentwürfe und -verläufe. Die Männer dieser Familie kommen dabei allerdings nicht zu kurz, sie sind ebenfalls ein ganz zentraler Punkt. Einer dieser Männer, der Schriftsteller Hermann Ferdinand Schell, wird praktisch zum „roten Faden“. Neben ihm werden viele weitere Mitglieder dieser Familie geschildert, die nicht so im Rampenlicht standen, wie die uns bekannten Weltstars, dennoch waren bzw. sind sie in ganz unterschiedlichen Bereichen sehr talentiert und kreativ.
    Natürlich ist auch Glamour mit dabei! Das ist ja auch etwas Schönes, wenn Filme bzw. Filmstars beschrieben werden, an die man sich erinnern kann – oder die Erinnerungen an sie kommen durch dieses Buch wieder auf.
    Sehr lebendig, dennoch äußerst sensibel und trotzdem humorvoll sind die unveröffentlichten Texte von Maria Schell. Und dieses Talent, sozusagen diese „Schreibe“, hat sie offensichtlich an ihre Tochter weitergegeben. Der Humor ist für mich in diesem Buch immer wieder gegenwärtig – auch wenn die ersten Seiten zunächst etwas anderes vermuten lassen.
    Die Spurensuche in der eigenen Familie ist ganz wunderbar und animierend geschildert und führt vielleicht einige Leser/innen zu der Überlegung, sich ebenfalls mit den Ahnen zu beschäftigen.
    Insgesamt ein sehr interessantes Buch für Frauen und Männer, auch mit autobiographischen Zügen, die zwischendurch immer wieder aufblitzen.
    Durch einen angenehmen und lebendig-humorvollen Schreibstil lässt sich das Buch sehr gut und flüssig lesen.

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